Schöne Impulse
Ein VERLAG - mit internationaler Connection, dem Mut auch wirklich wichtige gesellschaftliche Themen anzugehen - Teamplayer - Hingabe & Verständnis für feingeistige und sensitiv sinnliche Themen - Aufgeschlossenheit für spirituelle Entfaltung des Bewusstseins ~ Visionen mit faszinierenden Angeboten in Kurzgeschichten
Pures Erinnern

Es mag Geschichten geben, die das Innerste zu berühren vermögen ~ die zu der Seele flüstern, um etwas Altes - Verborgenes wieder zu erwecken. Möge sich jetzt überall etwas wirklich Bezauberndes für uns alle entfalten!


Mögen dich stets Einladungen wie diese an etwas Zauberhaftes - Vertrautes erinnern - dich berühren, streicheln und einladen in eine neue befreitere Welt voller wundersamer Möglichkeiten! Tanzende Poesie und sanfte Zärtlichkeiten voller Kraft, um das Leben wieder als ein Wunder zu erfahren. Lasse dich nun motivieren - inspirieren - zum Staunen bringen - mittragen und begeistern ~ im genüsslichen Spielen von seelenberührender Poesie.


Aus einem meiner Manuskripte:


    „Aaach ja!“ meinte Sven, weit entfernt in einem Liegestuhl am Strand sitzend und rückte seinen ründlichen Körper zurecht. Die Brille lag zusammen mit einem Buch, das den Titel Judemar von Waldeslust trug in seinem Schoß und der Blick streifte in die Ferne, wo am Horizont gerade ein riesiges Segelschiff zu sehen war.

Naomi, seine Begleiterin kam soeben mit wehenden offenen Haare und einem tigerfellgepunkteten Badeanzug zu ihm gelaufen, wobei ihr Blick auf dem Schiff verweilte. Sven stand auf und gesellte sich an ihre Seite. „Ein schönes Schiff. Weißt du etwas darüber?“

   „Das Abenteuer eines anderen“, erklärte sie und schloss die Augen. „Offenbar eine nach Abenteuern dürstende Seele!“, fügte sie hinzu, nachdem sie sich dort umgeschaut hatte.

   „Was geschieht denn dort? Können wir uns auch dorthin begeben?“, fragte Sven neugierig und interessiert. „Ist es ein Piratenschiff? Es sieht irgendwie so aus!“, fügte er fragend hinzu, als seine Lehrerin noch immer nichts antwortete.

Sie schaute in seine strahlenden Augen und fragte sich, weshalb den Menschen ihre Phantasie abhanden gekommen war. Sie schüttelte den Kopf.

„Aber was ist es denn nun?“, wollte er wissen.

   „Jedenfalls nichts, was mit ermüdenden Gedanken erschaffen wurde.“

   „Wie meinst du das denn?“

   Sie schaute ihn an, von oben bis unten. „Die Trägheit deiner Gedanken hat das hier erschaffen.“ Sie legte ihre Hand auf seinen Bauch und tätschelte ihn liebevoll.

   Verlegen fragte er nach. „Aber was hat das denn mit einem Piratenschiff zu tun?“

   „Mein Lieber, eine ganze Menge. In deiner Welt gibst du dich Gedanken und Überzeugungen hin, als würde alles schon immer aus einem Kampf bestehen. Gut gegen böse. Arm gegen reich. Schwach gegen die Unterdrücker. Dabei macht ihr sogar nicht davor Halt, der ganzen Natur dieses irrsinnige Prädikat aufzudrücken, ja ihr die Schuld dafür zu geben, als bestünde alles nur aus diesem einen Sinn: die Führung des Stärkeren zu erlangen! Weißt du wie irreführend das ist?“

   „Aber, was kann ich denn dafür, wenn uns sowas erzählt wird? Ich mache ja nicht die Filme oder die Geschichten in den Lehrbüchern.“

   „Aber du glaubtest an sie und hältst noch immer daran fest. Versteh mich bitte richtig Sven. Wenn du es schaffen könntest, all dies hinter dir zu lassen, würde sich der wirkliche Sinn deines Hierseins und deiner Aufgaben in der dortigen Welt offen zeigen. Solange du an Piratenschiffe und dergleichen festhalten möchtest, wird auch deine eigene Geschichte damit verbunden bleiben.“

   „Ist denn eine völlige Abtrennung davon möglich?“, wollte er aufrichtig von ihr wissen.

   „Ja“, entgegnete sie. „Doch es braucht etwas Zeit. Bei uns hat sich im Laufe dieser Begleitungen etwas herauskristallisiert, was allen geholfen hat, diese Verdrehungen der Wahrheit wieder loszulassen. Möchtest du aufrichtig wissen und lernen, wie das geht?“

   Sven durchdachte ihre Frage. „Ja!“ Die Überzeugung in seiner Stimme hielt sie für echt.

   „Dann lass uns damit beginnen, einen Raum für dich zu erschaffen, in dem du regenerieren und all das Alte von dir ablösen darfst!“

   „Und wie geht das?“, wollte er wissen.

   „Zuerst mal legst du dich auf diese Liege.“

   „Liege? Aber es ist doch ein Stuhl!“ Sven wollte auf die bequeme Sitzgelegenheit zeigen, in der er sich vorher befunden hatte, doch da war jetzt eine Liegefläche, die sich ohne dass er es bemerkte für ihn ausformte. Seine Augenbrauen hoben sich an. Naomi tat so, als hätte sie damit nichts zu tun.

   Während es sich Sven schon bequem machte, sagte sie zu ihm: „Du hast von mir dieses Buch bekommen. Wenn ich nachher fort bin, kannst du darin deine Gedanken schwelgen lassen. Schreibe alles hinein, was du schön, faszinierend, einfach nur bezaubernd empfindest. Das wird dir viel über dich selber verraten. Und wenn du mir eine Freude machen möchtest“, fügte sie hinzu, während er bereits alles auf einem Notizblock, den sie ihm gegeben hatte mitschrieb, „überlege dir mal, was du an Abenteuern auf einem Schiff wie dem, was wir vorhin gesehen haben erleben möchtest. Ich meine wirklich erleben möchtest!“




Vor einiger Zeit gab ich mich einem schönen Spiel hin. Es verlief so, dass eine Frau und ich uns abwechselnd Zeilen zusandten und uns damit auf wirklich wundersame Weise kennenlernten. Einen Teil dieser Unterhaltung möchte ich nun mit dir teilen.


ich: Fruehling! :)))) Draußen schmilzt allmaehlich das Eis. Ich freue mich in mich hinein, wenn ich all die Tiere sehe, die voller Vergnuegen das Erwachen des Fruehlings erspueren. Voegel singen und bauen erste Nester. Temperaturen klettern, dass ich schon vom Sommer traeume. Und die vielen kleinen Blumen, die jetzt kommen...


sie: Vorsichtig und zart spitzen sie aus der Erde, recken sich der Sonne entgegen. Der erste Hauch von Waerme liegt in der Luft. Fruehlingsgefuehle bei Mensch und Tier halten Einzug in den Herzen. Ein Spaziergang durch die Natur lockt mich nach draußen. Ueberall geschaeftiges Treiben.


ich: Und da, sehe ich dich. Schoen, wie ein Reh, aus dem Geborgenen des Waldes tretend. Du schaust mich an und es ist mir, als wuerden wir uns gemeinsam an etwas erinnern. Fruehlingswind, der ueber die Haut streift, so als koennte das Kinderlachen in uns, ungeahnte Wellen schlagen.


sie: Ein Laecheln umspielt meine Lippen. Ich hebe den Arm und winke dir zu. Die Sonne scheint warm auf unsere Gesichter, durchdringt den Stoff der Jacken und laeßt die Waerme wie ein Streicheln auf der Haut erspueren. Ein wohliger Schauer durchlaeuft meinen Koerper. Ich fuehle mich frei und lebendig.


ich: Abendwind stromert durch meine Haare, blaest meine Gedanken auseinander, tut gut. Ich denke an dich, und sehe wie du leicht wie eine Feder durch den Wald tanzt. Berauschende Ekstase. Und es oeffnet sich eine Tuer. Du trittst ein und siehst...


sie: Ich trete ein und sehe erstaunt um mich. Wunderschoene Farben empfangen mich, huellen meinen Koerper ein. Ein feiner Bluetenduft steigt mir in die Nase. Er erinnert mich an eine Blumenwiese an einem Sommertag. Ich beginne wieder zu tanzen, drehe mich im Kreis. Ich sehe die Wiese vor mir, bewege mich direkt im Blumenmeer. Die zarten Blueten...


ich: regnen auf deinen Koerper. Es ist wie der Kuss von warmem Schnee, atemhebend, berauschend-schoen. Ich ziehe mich aus, um selber Bluetenpracht zu werden. ( :) ) Wehe mit meiner Freude einen blinzelnden Schauer ueber dich. Ganz zart, beruehre ich das Blumenmeer. Fliege ueber die Wiese, trinke ihren Duft. Und weit aus der Ferne...


sie: hoert man leise Musik. Viele kleine helle Lichter entflammen ueberall in der einsetzenden Daemmerung. Sie kommen naeher und bilden einen großen Kreis. So als wollten sie uns einhuellen in ihre Waerme und Geborgenheit. Ich spuere einen zarten Windhauch, der wie Fluegelschlaege ueber meine Haut streift. Ich schließe meine Augen...

 

ich: und lasse mich fallen. Mein Koerper loest sich auf, zusammen mit dem deinen und wir tanzen in einem Lichtermeer aus farbigen Bluetenblaettern. Alles ist Duft. Alles ist reines Entzuecken. Du wehst an einen Ort und ziehst mich mit dorthin. Es ist...


sie: ein magischer Ort. Alles ist eins und doch gleicht nichts dem anderen. Wir schweben wie eine Wolke aus Watte in der Luft und lassen uns tragen. Ein herrliches Gefuehl der Leichtigkeit und des Vertrauens durchstroemt uns. Wir fassen uns an den Haenden...


ich: und sinken langsam auf einen sonnenwarmen Sandboden. Es ist ein Strand, und du schreitest mit mir in das Wasser, um vergnuegt und ausgelassen in die Wellen zu sinken. Wir tauchen in die Tiefen, von einem Gluecksgefühl getragen, das immer noch weiter klingt. Maerchenhafte Farben und Formen zaubern sich in diesem Reich und es ist uns, als koennten wir uns in alles verwandeln und alles moeglich werden lassen. Hier unten gibt es sogar eine Stadt und du moechtest jetzt...


...Diese Unterhaltung ging noch weiter und setzte sich über einige Monate fort.


Hast du auch Freude daran, etwas derartiges schreiben zu wollen? Erlaubst du dir jetzt, dich diesem Fliessen ganz hinzugeben, all das zu sagen, was dein Herz bewegt?

Lässt du dich leiten und spielst mit den Worten, um all das auszudrücken, was durch dich geschehen mag? Was möchte in deinem freien Ausdruck gesagt werden?

Werde zur Künstlerin - zur Malerin, die alle Sinne berauscht!

Spürst du den Zauber, der durch dich erweckt sein mag?

Folge deiner Freude und schreibe mir...




   




                        Interesse an Poesieaustausch

Du bist die Gebährende,

denn alles auf diesem Planeten entspringt

deiner grenzenlosen Liebe.

Mögen meine Füße sanft und zärtlich

über deinen Rücken streicheln.

Mögen sich meine Hände freudig

und dankbar zu dir hinab beugen,

um dir meinen Segen zu schenken.

Geliebte,

möge alles was ich tue,

mich an deinen Sanftmut erinnern

und dir zu Gute kommen,

so wie auch du

so viele Male

mich nährst und schützt.

Ich danke dir.



Jetzt, wo du vor mir stehst,

 

spüre ich dich in vertrauter Nähe.

 

Berühre dich,

 

im Kleid deiner Aura.

 

Und sinke tief in deine Augen!



Es freut mich von wertvollen Hinweisen zu hören. Meine Schriften wollen auch in andere Sprachen übersetzt werden. So mag ich einen großen Verlag/ eine Literaturagentur  finden, dem/der es ein Herzensanliegen ist, diese heilsamen Worte in Form von Büchern & Spielen unter viele Menschen zu bringen! Danke dafür! Auf das es ein Gewinn für 

uns alle ist!

gratis

Möge jetzt alles Gute für dich geschehen 



Bezaubernde Musik

immer wieder mal was Neues


  Karte ziehen


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Reisen


Tag berechnen

Angebot einer Seelengeschichte

Eine Seelengeschichte, das ist ein Stück von deinem Leben - etwas, das im Verborgenen ruht und nun für dich sichtbar gemacht wird! Es kann auch etwas erzählen, von jemandem, dem du nahe bist. Im Verlauf der kurzen Reise wird etwas auftauchen, was in Heilung & Verwandlung übergeht. Denn diese Zeilen werden nicht nur von Einem geschrieben sein! Sie sind eine Einladung, noch mehr in dir zu entdecken! Mit diesem Geschenk stellst du deine Ganzheit wieder her. Auch wenn dies ein Teil einer viel längeren Reise ist, so ist doch jedes Stück davon ein Ankommen in deine wahrhaftige Größe!

Poesieaustausch
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Wirkliche Poesie ist die Sprache der Seele

Es ist uns eine Freude, dich in diesen Räumen begrüßen zu können. Erlauben Sie uns das Du, denn was hier gleich gesagt werden möchte, ist etwas, was von Herz zu Herz gesprochen wird.


Was macht es mit dir, wenn du für einige Stunden in Zuständen verweilst, die dich an etwas Ursprüngliches - Vertrautes erinnern? 


Auf den folgenden Homepageseiten bekommst du einen ersten Geschmack von Visonären Geschichten - erhältst das Angebot für eine eigene Seelengeschichte -

lässt dich möglicherweise zu einem Poesieaustausch verführen oder tauchst in den Zauber inspirierender Worte von anderen ein. Lasse dich von einigen Videos an das Wesentliche erinnern oder beteilige dich an einem Linktausch.


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Es möchte Zeiten geben, in denen du dich an das Ursprüngliche erinnern darfst. An deine Kunst, ganz du selbst zu sein!

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Wünscht du dir manchmal eine Zeit, um dich einzulassen, auf etwas wirklich Neues und Schönes?


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Inspirierende Worte von anderen


Die zärtlichen Worte, die wir zueinander sagten, sind im verborgenen Herzen des Himmels gespeichert: Eines Tages werden sie wie Regentropfen herunterfallen und alles benetzen, und unser Geheimnis wird sich grün blühend über die ganze Welt ausbreiten.

Rumi



Als sie schlief, hielt sein Blick sie zärtlich umfangen, er wollte sie beschützen, sie einhüllen in seine Liebe. Als sie schlief, hat er sie gehalten, wie ein Kind, hat von Geborgenheit und Vertrauen zu ihr gesprochen. Als sie schlief, hat er ihr ein Schlaflied gesungen und dabei ihre Ohren berührt, damit sie alles Gute hören können. Als sie schlief, legte er seine Hand auf ihren Scheitel, damit sie ihr Eingebundensein ins große Ganze erfahren kann. Als sie schlief, hat er ihr Herz berührt und hat `Liebe´gedacht – Liebe, Liebe, Liebe...

Als sie schlief, hat sie ihn tief berührt mit ihrem reinen Sein, das nichts tun oder sein muss für seine Liebe. Als sie schlief, hat er ihre Verbindung so deutlich gespürt, tief in ihnen drinnen und weit über sie beide hinaus. Als sie schlief,...

Da schlug sie die Augen auf, schmiegte ihr Gesicht in seine Hand und hauchte selig lächelnd: „ Mhhh, ich hab so schön geträumt, schön...“

Still rann eine Träne über seine Wange...

Sie hat ihn gespürt. In seiner Reinheit hat er ihre Seele im Schlaf berührt. Er hat sie im Traum erreicht. Sie hat sein Wohlwollen, seine innige Zwiesprache mit ihrem Wesenskern wahr-genommen und es hallt wohlig in ihr nach. Geborgenheit ist eine tiefe Sehnsucht.

Wir wollen unsere Verbundenheit mit dem Urgrund spüren, unser Urvertrauen wiederfinden. Wer sich geborgen fühlt, ist frei.

von Martina Pokorny



Ein Kuss wie aus Rosenblättern,

immer neue zarte, samtene, kleiner werdende Blätter,

der sich vertrauensvoll öffnenden Blüte.



Ich bin nie allein.

In den Tiefen des Waldes, wo die Lanzen der schimmernden Sonnenstrahlen durch jade- und smaragdgrünes Laub herniederschießen, vernimmt mein Ohr das stille Rauschen in der Luft, das von glänzenden, winzig kleinen Flügeln rührt, wenn sie sich leise heben und senken.

Ich drehe mich nicht um zu dem zerbrechlichen Wesen, das sich sanft auf meinen empfänglichen Schultern niederläßt, denn der sanfte Atem, der seine zeitlose Weisheit flüstert, bläst mir köstliche Visionen hinter die Augen. Das Schmetterling-Wesen ist seit je ein wahrhaft willkommener und häufiger Gefährte am Wegrand der Wälder.

Ich bin nie allein.

In des Waldes Ebenholzschatten, in tiefer Bergnacht umgibt mich nie mehr Dunkelheit, denn im samtigen Schwarz gibt es lebendige Lichter, die wie tanzende Leuchtkäfer um mich flimmern. Immer sind Gefährten da.

Ich bin nie allein.

Mary Summer Rain



Das Glück als Rausch und Seeligkeit ~

In jener kurzen Zeit, zwischen meinem Bekanntwerden mit Maria und dem großen Maskenball, war ich geradezu glücklich und hatte dabei noch niemals das Gefühl, dies sei nun eine Erlösung, eine erreichte Seligkeit, sondern spürte sehr deutlich, daß dies alles Vorspiel und Vorbereitung sei, daß alles heftig nach vorwärts dränge, daß das Eigentliche erst komme...

Ein Erlebnis, daß mir in fünfzig Jahren unbekannt geblieben war, obwohl jeder Backfisch und Student es kennt, wurde mir in dieser Ballnacht zuteil: das Erlebnis des Festes, der Rausch der Festgemeinschaft, das Geheimnis vom Untergang der Person in der Menge, von der Unio mystica der Freude. Oft hatte ich davon sprechen hören, jeder Dienstmagd war es bekannt, und oft hatte ich das Leuchten im Auge der Erzählenden gesehen und hatte immer halb überlegen, halb neidisch dazu gelächelt. Jenes Strahlen in den trunkenen Augen eines Entrückten, eines von sich selbst Erlösten, jenes Lächeln und halb irre Versunkensein dessen, der im Rausch der Gemeinschaft aufgeht, hatte ich hundertmal im Leben an edlen und an gemeinen Beispielen gesehen, an besoffenen Rekruten und Matrosen ebenso wie an großen Künstlern, etwa im Enthusiasmus festlicher Aufführungen, und nicht minder an jungen Soldaten, die in den Krieg zogen, und noch in jüngster Zeit hatte ich dies Strahlen und Lächeln des glücklich Entrückten bewundert, geliebt, bespöttelt und beneidet an meinem Freunde Pablo, wenn er selig im Rausch des Musizierens im Orchester über seinem Saxophon hing und dem Dirigenten, dem Trommler, dem Mann mit dem Banjo zuschaute, entzückt, ekstatisch. Solch ein Lächeln, solch ein kindhaftes Strahlen, hatte ich zuweilen gedacht, sei nur ganz jungen Menschen möglich oder solchen Völkern, die sich keine starke Individuation und Differenzierung der einzelnen gestatteten.

Aber heute, in dieser gesegneten Nacht, strahle ich selbst, der Steppenwolf Harry, dies Lächeln, schwamm ich selbst in diesem tiefen, kindhaften, märchenhaften Glück, atmete ich selbst diesen süßen Traum und Rausch aus Gemeinschaft, Musik, Rhythmus, Wein und Geschlechtslust, dessen Lobpreis im Ballbericht irgendeines Studenten ich einst so oft mit Spott und armer Überlegenheit mit angehört hatte. Ich war nicht mehr ich, meine Persönlichkeit war aufgelöst im Festrausch wie Salz im Wasser. Ich tanzte mit dieser oder jener Frau, aber nicht nur sie war es, die ich im Arm hatte, deren Haar mich streifte, deren Duft ich einsog, sondern alle, alle die andern Frauen mit, die im selben Saal, im selben Tanz, in derselben Musik wie ich schwammen und deren strahlende Gesichter wie große phantastische Blumen mir vorüberschwebten, alle gehörten mir, allen gehörte ich, alle hatten wir aneinander teil. Und auch die Männer gehörten dazu, auch in ihnen war ich, auch sie waren mir nicht fremd, ihr Lächeln das meine, ihr Werben das meine, meines das ihre...

Ich tanzte ununterbrochen, mit jeder Frau, die mir eben in den Weg lief, mit ganz jungen Mädchen, mit blühenden jungen Frauen, mit sommerlich vollreifen, mit wehmütig verblühenden: von allen entzückt, lachend, glücklich, strahlend. Und als Pablo mich so strahlen sah, mich, den er immer als einen sehr beklagenswerten armen Teufel angesehen hatte, da blitzten seine Augen mich glückselig an, er stand begeistert von seinem Orchesterstuhl auf, stieß heftig in sein Horn, stieg auf den Stuhl, stand oben und blies mit vollen Backen und wiegte sich und sein Instrument dazu wild und selig im Takt des Yearning, und ich und meine Tänzerin warfen ihm Kußhände zu und sangen laut mit. Ach, dachte ich zwischenein, mag mit mir geschehen, was da wolle, einmal bin doch auch ich glücklich gewesen, strahlend, meiner Selbst entbunden, ein Bruder Pablos, ein Kind.

Das Zeitgefühl war mir verlorengegangen, ich weiß nicht, wieviel Stunden oder Augenblicke dies Rauschglück dauerte.


Herrmann Hesse



Die Neuseeländischen Ureinwohner, die Maoris erzielten vor einem offiziellen Gericht die Anerkennung, dass der Whanganui -Fluss zur einer Person ernannt wird. Dieses 2017 verfasste Urteil hat eine tiefgreifende Bedeutung. Für die Maori ist der Fluss, wie alles in der Natur ein Lebewesen. Bei ihnen heißt es: "Ich bin der Fluss und der Fluss ist ich!"

Dass der Fluss jetzt als juristische Person anerkannt ist bedeutet, dass der Fluss bei Gerichtsverfahren eigenständig vertreten werden kann, vertreten durch zwei Treuhänder, einen der Maori und einen der Regierung.

Quelle


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